ICE V - Diagnosesystem

    Das Diagnosesystem DIAS im ICE V

    Das Diagnosesystem des ICE V hieß „DIAS“ und wurde von MBB konstruiert. Dieses System war über ein Datenbussystem mit den Komponenten des Gesamtsystems verknüpft. Die im Triebkopf angeordneten Diagnose-Anzeige- und Bedieneinheiten (ABE) erfassten die Steuerkommandos, Messdaten und Betriebszustände aller angeschlossenen Komponenten, die über Terminals ausgelesen wurden. „DIAS“ erkennt Störungen im gesamten Zug, meldet, registriert die Störungen, zeigte sie an und identifizierte die Fehler genauer.

    „DIAS“ setzte sich aus den vier Ebenen „Vor Fahrtantritt“, „Während der Fahrt“, „Nach der Fahrt“ und „im Instandhaltungsbereich“ zusammen. Vor Fahrtantritt wurden Sicherheits- und Funktionstests in den Subsystemen durchgeführt. Die zweite Ebene „Während der Fahrt“ sorgte für einen fehlerfreien Betriebszustand, indem das System den Betriebszustand in den Bereichen Fahrsicherheit und Betriebsablauf überwachte. Die Ebene „Nach der Fahrt“ fasste alle gesammelten Störungen, die während der Fahrt aufgetaucht sind, zusammen. Die letzte Ebene „im Instandhaltungsbereich“ stellte alle verfügbaren Daten zusammen, um eine zügige Abwicklung der Reparatur im Werk zu gewährleisten.

    Über optische Lichtwellenleiter waren alle Stationen im Zug miteinander verbunden. Ein Ein- und Ausgaberechner leitete dabei die Signale weiter an die Antriebs- und Bremssteuergeräte, den Diagnoserechner und an die Schnittstelle zur 110 V-Ebene. Die in den Triebköpfen doppelt ausgeführten Antriebssteuergeräte (ASG) verarbeiteten die in der Zugsteuerung gebildeten Sollwerte für die Zug- und Bremskraft. Die Bremse überwachte sich selbst. Bei Ausfällen wurden weiter noch verfügbare Bremsen zum Ausgleich der fehlenden Bremskraft hinzugenommen. Reichte dies nicht aus, wurde von der Zugsteuerung der Geschwindigkeitssollwert selbsttätig zurück genommen.