
Das Ende der ICE 2-Flotte ist erreicht. Die Ausflottung und Abstellung der Baureihe 402 läuft seit 2024. 2008 erfolgte seitens der DB ein ausgeschriebener Rahmenvertrag für den Arbeitstitel ICx (heute ICE 4), indem bereits bekannt wurde, dass bis 2025 die ICE 2-Flotte ersetzt werden sollte. Grund für die Abstellung ist die veraltete Technik, die erneuert werden müsste. Dazu zählen beispielsweise die Stromrichter. So fanden mit dem Triebzug 220 „Meiningen“ lange Zeit Messfahrten mit neuen IGBT-Stromrichtern von Mitsubishi statt, die allerdings letztendlich scheiterten. Der Triebzug wurde 2021 wieder zurückgebaut. Somit war das Aus der Triebzüge endgültig besiegelt.
Ebenso wurde auch der Umbau auf ETCS als unwirtschaftlich eingestuft. Letztendlich hat die Aluminium-Leichtbauweise der Fahrzeuge, insbesondere durch den Steuerwagen, ebenso zur Entscheidung der Ausmusterung geführt. Die Instandhaltungskosten sind durch die Störanfälligkeit gestiegen, die Lebensdauer ist erreicht. In den Werken wird die Instandhaltung für den ICE 2 beendet, sodass Kapazitäten für alle anderen Baureihen frei werden. Auch werden Ersatzteile für den ICE 1 gewonnen, was den Betrieb des ICE 1 weiterhin sichert.
Im April 2024 begann die Abstellung und Verschrottung der ersten Triebzüge. Triebzug 205 „Zwickau“ war der erste, der ausgemustert wurde. Bekannt ist aktuell die Verschrottung der Triebzüge 203 „Cottbus“, 207 „Stendal“, 216 „Dessau“, 227 „Ludwigslust“ und 231 „Brandenburg an der Havel“. Somit war im Herbst 2025 ersichtlich, dass 11 Triebzüge bereits abgestellt oder sogar schon verschrottet wurden. Bis 2027 soll die komplette Baureihe 402 außer Betrieb gestellt worden sein. Ersetzt werden die Umläufe durch 412.7 oder durch durchgehende Verbindungen ohne Flügelkonzept wie in Hannover oder Hamm, um dadurch resultierende Verspätungen zu reduzieren.